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Gesehen: Zu neuer Würde (Deep Space Nine Folge 86)


Inhalt: Kira macht sich auf dem Weg zu einem Treffen bajoranischer und cardassianischer Diplomaten, die über Hilfen im Krieg der Cardassianer gegen die Klingonen debattieren. Zu ihrer Überraschung ist der Frachterkapitän, der sie zu dem Treffen bringen soll, niemand anderes als Gul Dukat. Er wurde degradiert, weil er seine bajoranisch-cardassianische Tochter nicht getötet hat...

Kritik: Die Serie achtet immer mehr auf Kontinuität. Dukats Tochter wurde erst vor wenigen Folgen entdeckt. In anderen „Star Trek“-Serien würde so etwas nicht so schnell wieder aufgegriffen werden. Doch DS9 macht bekanntlich vieles anders.

Die Klingonen haben den Treffpunkt der Bajoraner und Cardassianer entdeckt und zerstört. Kira und Dukat machen sich mit einem Frachter auf den Weg, die Klingonen zu jagen.

Dabei wenden die beiden Techniken an, die sich Kira im bajoranischen Widerstand gegen die Cardassianer angeeignet hat. Kira verabscheut Dukat, schließlich stand er während der Besatzung auf der anderen Seite. Doch durch die Augen von Dukats Tochter ist er der ehrbare Vater. Kira muss im Verlauf der Episode herausfinden, dass Dukat das tatsächlich ist. Trotzdem rechtfertigt das natürlich nicht dessen Taten während der Besatzungszeit.

Zum Schluss macht Dukat Kira das Angebot mit ihm gegen die Klingonen zu ziehen. Er hat durch geklaute Informationen die Möglichkeit, den Klingonen schaden zuzufügen. Doch die neue Zivil-Regierung auf Cardassia möchte lieber eine diplomatische Lösung suchen. Das akzeptiert Dukat nicht. Daher möchte er wie ein Terrorist gegen die Klingonen vorgehen. Kira könnte auch wieder wie ein Terrorist arbeiten und nicht wie eine Bürokratin auf DS9 arbeiten.
Man hat während Dukats Reden das Gefühl, dass das Angebot für Kira durchaus verlockend ist. Zumindest scheint es so, als zögere sie für einen kurzen Moment.

Aber natürlich lehnt sie ab und behält ihren Posten auf DS9. Sie hat zu schrecklicher Erfahrungen als Terroristin gemacht und möchte das Leben nicht wieder aufnehmen. Sie nimmt sogar Dukats Tochter auf DS9 auf, damit sie dieses Leben, den verzweifelten Kampf gegen die Klingonen nicht noch einmal erleben muss.
Allerdings ist damit noch nicht geklärt, wo Dukats Tochter auf DS9 lebt. Bei Kira? Das ist eher unwahrscheinlich.
Es bleibt abzusehen, ob sie überhaupt noch einmal auftaucht. Das wäre wünschenswert, würde es schließlich für etwas mehr Kontinuität sorgen.

Diese Folge zeigt aber auch, dass der Krieg zwischen Cardassia und den Klingonen nicht gut aussieht. Die Cardassianer scheinen nicht gewillt zu sein, wirklich zu kämpfen. Es ist beachtlich wie glaubwürdig Dukat mit seinem Schmerz darüber wirkt. Man nimmt es ihm ab, dass er sich für sein Volk schämt. Leider zeigt das auch, dass eine Zivilregierung, die bessere Form der Regierung, für Cardassias Situation nicht gemacht ist. Das hätte man anders machen können.
So bringt die Episode aber noch Informationen über einen zweiten längerfristigen Handlungsstrang der Serie: Den Krieg zwischen Cardassia und dem klingonischen Imperium.

„Zu neuer Würde“ ist eine vielschichtige und interessante Episode. Dukat ist nach der Episode im Auge des Zuschauers nicht mehr der, der er mal war. Nun ist er das Monster mit einer Seele, was der Serie gut tut. Durch die vielen Ereignisse in der Folge wirkt sie beinahe wie ein Zweiteiler. Besser geht es eigentlich nicht. 5 von 5 Punkten.

Die Gedankenecke-Serienübersicht zu Deep Space Nine

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